2.847 Euro. So viel verlangen Gartengestalter in Österreich im Schnitt für eine gemauerte Feuerstelle inklusive Sitzbereich. Wer selbst Hand anlegt, kommt mit 155 bis 230 Euro Materialkosten aus - und hat an einem Wochenende ein Ergebnis, das jeden Sommerabend im Garten aufwertet. Aber bevor der erste Stein gesetzt wird, stehen wichtige Entscheidungen an: Welche Feuerstellenart passt zum eigenen Garten? Welche Steine halten der Hitze stand? Und was sagt das österreichische Recht dazu?
Welche Feuerstellen gibt es? Die sechs Grundtypen im Vergleich
Nicht jede Feuerstelle eignet sich für jeden Garten. Die Wahl hängt vom verfügbaren Platz, vom Budget und davon ab, wie flexibel Sie bleiben wollen. Hier die sechs gängigsten Typen im direkten Vergleich.
| Typ | Kosten (ca.) | Mobilität | Rauch | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|
| Feuerschale | 30 - 1.000 Euro | Tragbar | Ja | Kleine bis mittlere Gärten, Mietwohnungen |
| Feuerkorb | ab 25 Euro | Tragbar | Ja, mehr Funkenflug | Spontane Lagerfeuerabende |
| Feuertisch | ab 300 Euro | Bedingt | Kaum (oft Gas) | Terrassen, gehobene Gestaltung |
| Gemauerte Feuerstelle | 155 - 230 Euro (Selbstbau) | Fest | Ja | Permanente Gartengestaltung |
| Erdgrube / Dakota-Feuerstelle | nahezu kostenlos | Fest | Wenig | Naturnahe Gärten, Bushcraft |
| Ethanol-Feuerstelle | ab 150 Euro | Tragbar | Nein | Rauchfreie Zonen, Dachterrassen |
Feuerschale - der Klassiker
Die Feuerschale ist der mit Abstand beliebteste Feuerstellentyp in österreichischen Gärten. Gute Gründe dafür: Sie braucht keinen festen Einbau, ist in 60 bis 120 cm Durchmesser erhältlich und lässt sich nach dem Abend einfach wegräumen. Einfache Modelle aus Gusseisen starten bei 30 Euro. Hochwertige Edelstahlvarianten kosten 300 Euro und mehr.
Rechtlich ein grosser Vorteil: Feuerschalen sind im Bundesluftreinhaltegesetz explizit ausgenommen vom Verbrennungsverbot, solange ausschliesslich trockenes, unbehandeltes Holz oder Holzkohle verwendet wird.
Feuerkorb - rustikal und günstig
Feuerkörbe haben eine offene Gitterstruktur, die das Flammenspiel von allen Seiten sichtbar macht. Das sieht eindrucksvoll aus, hat aber einen Nachteil: Der Funkenflug ist deutlich stärker als bei einer geschlossenen Schale. In der Nähe von trockenen Hecken oder Holzzäunen ist ein Feuerkorb deshalb die falsche Wahl. Ab 25 Euro gibt es einfache Modelle.
Feuertisch - die rauchfreie Alternative
Feuertische arbeiten meist mit Gas und produzieren dadurch keinen Rauch und keine Asche. Das macht sie zur idealen Lösung für Terrassen in dicht bebauten Wohngebieten, wo Nachbarn empfindlich auf Rauch reagieren könnten. Die Flamme lässt sich per Regler stufenlos dosieren. Der Nachteil: Das typische Knistern und der Holzgeruch fehlen komplett.
Gemauerte Feuerstelle - das permanente Statement
Wer seinen Garten langfristig gestaltet, baut eine feste Feuerstelle aus Naturstein oder Klinker. Der Materialaufwand liegt bei 155 bis 230 Euro, die Arbeitszeit bei 3 bis 8 Stunden je nach Erfahrung. Dafür entsteht ein Blickfang, der den Garten über Jahrzehnte prägt. Die detaillierte Bauanleitung folgt weiter unten.
Erdgrube und Dakota-Feuerstelle
Die einfachste aller Feuerstellen: ein Loch im Boden, 30 bis 40 cm tief, ausgekleidet mit Steinen. Die Dakota-Variante ergänzt einen seitlichen Belüftungskanal, der die Verbrennung effizienter macht und gleichzeitig die Flamme vor Wind schützt. Materialkosten: praktisch null. Der Rauch bleibt ebenfalls gering, weil das Feuer tiefer liegt und besser mit Sauerstoff versorgt wird.
Ethanol-Feuerstelle
Komplett rauchfrei, kein Kaminanschluss nötig, keine Asche. Ethanol-Feuerstellen eignen sich dort, wo echtes Holzfeuer nicht möglich ist - auf Dachterrassen, in Wintergärten oder in rauchempfindlichen Nachbarschaften. Achten Sie auf TÜV-geprüfte Geräte. Ethanol brennt unsichtbar nach, verschütteter Brennstoff kann sich entzünden.
Rechtslage in Österreich - was erlaubt ist und was nicht
Österreich hat kein generelles Feuerverbot für private Gärten. Aber es gibt mehrere Gesetze, die den Rahmen abstecken.
Bundesluftreinhaltegesetz
Das Bundesluftreinhaltegesetz verbietet grundsätzlich das Verbrennen von biogenen Materialien im Freien. Feuerschalen und Grillfeuer sind davon aber explizit ausgenommen - vorausgesetzt, es wird ausschliesslich trockenes, unbehandeltes Holz oder Holzkohle verbrannt. Gartenabfälle, Grünschnitt oder behandeltes Holz im Garten zu verbrennen, ist dagegen verboten.
Nachbarrecht nach ABGB
Selbst wenn das Feuer an sich erlaubt ist, kann der Nachbar etwas dagegen tun. § 364 Absatz 2 ABGB regelt das so: Der Nachbar kann Einwirkungen durch Rauch, Geruch oder Wärme untersagen, wenn diese das nach den örtlichen Verhältnissen gewöhnliche Mass überschreiten und die ortsübliche Benutzung des Grundstücks wesentlich beeinträchtigen. Beide Voraussetzungen müssen gleichzeitig erfüllt sein.
In der Praxis bedeutet das: Ein Lagerfeuer am Samstagabend im ländlichen Gebiet wird kaum beanstandet. Tägliches Feuermachen in einer Reihenhaussiedlung kann dagegen schnell zum Rechtsstreit führen.
Forstgesetz - Feuer in Waldnähe
Im Wald und in Waldnähe gelten strenge Regeln. Das Forstgesetz verbietet das Entzünden von Feuer im Wald ohne schriftliche Genehmigung des Waldeigentümers. Bei Verstössen drohen Strafen bis zu 7.270 Euro oder bis zu vier Wochen Freiheitsstrafe. Auch in der sogenannten Kampfzone - dem Übergangsbereich zwischen Wald und offenem Land - gilt dieses Verbot.
Gemeindeverordnungen
Viele Gemeinden haben eigene Regelungen. Wien etwa beschränkt die Brennstoffmenge auf maximal 0,5 Kubikmeter und schreibt einen Mindestabstand von 5 Metern zu Gebäuden vor. Andere Gemeinden erlassen bei Trockenheit temporäre Feuerverbote. Ein Anruf beim zuständigen Gemeindeamt vor dem ersten Feuer ist in jedem Fall ratsam.
Sicherheitsabstände - die konkreten Zahlen
Die folgenden Abstände sind Richtwerte, die sich aus Brandschutzvorschriften und Versicherungsbedingungen ableiten. Gemeindeverordnungen können strengere Werte vorschreiben.
| Abstand zu | Mindestabstand |
|---|---|
| Gebäude (nicht brennbar, z.B. Stein) | 5 Meter |
| Gebäude (brennbar, z.B. Holzfassade) | 10 Meter |
| Nachbargrundstück | 10 Meter |
| Bäume und Sträucher | 3 - 5 Meter |
| Öffentliche Wege | 50 Meter |
Die maximale Grösse einer Feuerschale sollte 1 Meter Durchmesser nicht überschreiten. Grössere Feuer fallen in vielen Gemeinden unter eine Meldepflicht. Halten Sie immer einen Kübel Wasser oder einen Gartenschlauch griffbereit - nicht nur wegen der Vorschriften, sondern weil ein Funkenflug auf trockenen Rasen in Sekunden ausser Kontrolle geraten kann.

Hitzebeständige Steine - welche halten, welche platzen
Die Materialwahl entscheidet darüber, ob Ihre Feuerstelle Jahrzehnte hält oder nach dem ersten Winter Risse zeigt. Nicht jeder Naturstein verträgt die Temperaturen eines offenen Feuers.
Geeignete Steine
- Schamottstein: Hält Temperaturen bis 1.250 Grad Celsius stand. Das Standardmaterial für den Innenbereich von Feuerstellen. Wird auch in Kaminöfen und Pizzaöfen verbaut.
- Klinker: Bis 1.300 Grad belastbar. Frost- und säurebeständig, in vielen Formaten und Farben erhältlich. Idealer hitzebeständiger Stein für Feuerstellen im Gartenbereich.
- Feuerbeton: Spezialbeton, der bis 2.000 Grad standhält. Lässt sich in beliebige Formen giessen und eignet sich für individuelle Designs.
- Basalt und Porphyr: Vulkangesteine mit einer Hitzebeständigkeit bis rund 1.000 Grad. Optisch sehr ansprechend als Umrandung.
Ungeeignete Steine - Gefahr durch Splitter
Manche Steine speichern Feuchtigkeit in ihren Poren. Bei Hitze verdampft das Wasser schlagartig, der Druck sprengt den Stein von innen. Im schlimmsten Fall fliegen scharfkantige Splitter mehrere Meter weit.
Diese Materialien gehören nicht in eine Feuerstelle:
- Kieselsteine und Flusskiesel: Extrem hohe Bruchgefahr durch eingeschlossenes Wasser
- Kalkstein: Zersetzt sich bei hohen Temperaturen
- Gasbetonsteine: Porös, speichern Feuchtigkeit, können explosionsartig bersten
- Bimssteine: Zu weich, brechen bei Hitze
Auch bei grundsätzlich geeigneten Steinen gilt: Verwenden Sie hitzeresistenten Mörtel oder Schamottemörtel. Normaler Zementmörtel reisst bei Temperaturschwankungen und verliert seinen Halt.
Feuerstelle selber bauen - Schritt-für-Schritt-Anleitung
Eine runde, gemauerte Feuerstelle mit 100 cm Innendurchmesser und 40 cm Höhe lässt sich an einem Wochenende realisieren. Das brauchen Sie dafür.
Materialliste und Kosten
| Material | Menge (ca.) | Kosten (ca.) |
|---|---|---|
| Schamott- oder Klinkersteine | 60 - 80 Stück | 80 - 120 Euro |
| Schamottemörtel | 25 kg | 15 - 25 Euro |
| Kies (Körnung 16/32) | ca. 100 kg | 10 - 15 Euro |
| Metallring (optional) | 1 Stück, Durchmesser 100 cm | 40 - 60 Euro |
| Markierungsspray | 1 Dose | 5 - 8 Euro |
Gesamtkosten Material: 155 - 230 Euro. Arbeitszeit: 3 bis 8 Stunden, je nach Erfahrung und Sorgfalt.

Bauanleitung in 6 Schritten
Schritt 1: Standort markieren. Einen Pflock in die Mitte setzen, eine Schnur mit 60 cm Länge (= 120 cm Aussendurchmesser) befestigen und damit den Kreis auf dem Boden markieren. Alternativ mit Markierungsspray arbeiten.
Schritt 2: Grube ausheben. Innerhalb der Markierung 10 bis 15 cm tief auskoffern. Den Boden verdichten - am besten mit einem Handstampfer oder einer kleinen Rüttelplatte.
Schritt 3: Kiesschicht einbringen. 5 cm Kies als Drainageschicht einfüllen und gleichmässig verteilen. Der Kies verhindert Staunässe unter der Feuerstelle und leitet Regenwasser ab.
Schritt 4: Erste Steinreihe setzen. Die Steine im Kreis anordnen. Zwischen den Steinen 3 bis 5 mm Fuge lassen und mit Schamottemörtel verfüllen. Mit der Wasserwaage die Ebene kontrollieren - diese erste Reihe bestimmt die Stabilität der gesamten Konstruktion.
Schritt 5: Weitere Reihen aufmauern. Drei bis vier Reihen aufsetzen, dabei die Steine jeweils um eine halbe Steinlänge versetzt legen. Das sorgt für Stabilität. Fugen sauber mit Mörtel füllen, überschüssigen Mörtel sofort abwischen.
Schritt 6: Trocknen lassen. Mindestens 48 Stunden trocknen lassen, bevor das erste Feuer angezündet wird. Beim Erstbrand mit einem kleinen Feuer beginnen und die Temperatur langsam steigern. Zu schnelles Aufheizen kann frischen Mörtel reissen lassen.
Dakota-Feuerstelle - die nahezu unsichtbare Variante
Die Dakota-Feuerstelle stammt ursprünglich von den Ureinwohnern Nordamerikas und funktioniert nach einem genialen Prinzip. Zwei miteinander verbundene Erdlöcher bilden ein natürliches Belüftungssystem: Die Brennkammer liegt in einem Hauptloch, ein schräger Kanal führt Frischluft von der Seite zu.
Die Vorteile sind bemerkenswert: kaum sichtbare Flamme (ideal bei Wind), deutlich weniger Rauch als offenes Feuer, und die Hitze konzentriert sich nach oben - perfekt zum Kochen. Dazu passt eine Outdoor-Küche als Ergänzung.
So bauen Sie eine Dakota-Feuerstelle:
- Hauptloch graben: 30 cm Durchmesser, 30 cm tief
- In 30 cm Abstand ein zweites, kleineres Loch (15 cm Durchmesser) graben
- Beide Löcher unterirdisch mit einem schräg nach unten führenden Kanal verbinden
- Wände mit flachen Steinen auskleiden
Materialkosten: praktisch null, wenn Sie Steine im Garten haben. Die Dakota-Feuerstelle ist allerdings eine permanente Veränderung im Boden und eignet sich nicht für jeden Gartenstil.
Feuerschale richtig aufstellen - Untergrund und Schutz
Eine Feuerschale direkt auf den Rasen zu stellen, funktioniert - einmal. Danach hat der Rasen einen runden, braunen Brandfleck. Die Strahlungshitze nach unten ist stärker, als die meisten erwarten.
Geeignete Untergründe für Feuerschalen:
- Steinplatten oder Pflasterfläche: Ideal. Keine Brandgefahr, leicht zu reinigen.
- Kiesbett: Günstige Alternative. Ein 10 cm tiefes, 150 cm breites Kiesbett unter der Schale schützt den Boden zuverlässig.
- Feuerfeste Unterlage: Spezielle Matten aus Glasfasergewebe, die unter die Schale gelegt werden. Praktisch für Mietwohnungen, wo keine baulichen Veränderungen erlaubt sind.
- Sandschicht: 5 bis 10 cm Sand auf einer stabilen Fläche isoliert den Boden ebenfalls ausreichend.
Auf Holzterrassen sollten Sie eine Feuerschale nur mit einer feuerfesten Unterlage und ausreichend Abstand (mindestens 1 Meter zum Terrassenrand) betreiben. Funkenflug auf trockenes Holz ist ein reales Risiko - auch wenn es auf Fotos in Gartenmagazinen immer so gemütlich aussieht.
Das richtige Brennholz - Wärme ohne Rauch
Die Holzwahl beeinflusst Wärme, Rauchentwicklung, Funkenflug und Brenndauer gleichermassen. Und damit auch die Frage, ob der Nachbar am nächsten Morgen noch grüsst.
Empfohlene Hölzer
- Buche: Der Goldstandard für Lagerfeuer. 4,2 kWh pro Kilogramm Heizwert, gleichmässige Glut, wenig Rauch, kaum Funkenflug. Buchenscheite brennen lange und ruhig.
- Esche: Ähnlicher Heizwert wie Buche, ebenfalls wenig Rauch. Trocknet schneller als Buche und ist daher schneller einsatzbereit.
- Birke: Brennt mit schöner, heller Flamme. Der Heizwert ist etwas niedriger, dafür sorgt die Birkenrinde für ein angenehmes Aroma.
Nicht empfohlene Hölzer
- Kiefer und Fichte: Nadelhölzer enthalten Harz, das beim Verbrennen platzt und Funken schleudert. Die Funken können mehrere Meter weit fliegen. In der Nähe von brennbaren Materialien ist das gefährlich.
- Pappel und Weide: Sehr geringer Heizwert, viel Rauch, schnell verbrannt. Mehr Ärger als Nutzen.
Verbotene Brennmaterialien
Folgende Materialien dürfen in einer Feuerstelle im Garten nicht verbrannt werden:
- Behandeltes, lackiertes oder imprägniertes Holz (enthält Schadstoffe, die beim Verbrennen freigesetzt werden)
- Spanplatten und OSB-Platten (Leimverbindungen setzen giftige Gase frei)
- Gartenabfälle, Laub und Grünschnitt (Verstoss gegen das Bundesluftreinhaltegesetz)
- Plastik, Papier in grösseren Mengen, Karton
- Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin
Top-Down-Anzündtechnik - weniger Rauch von Anfang an
Die meisten Menschen zünden Feuer von unten an: Anzünder unten, Kleinholz darüber, grosse Scheite oben. Das produziert in den ersten 15 Minuten eine massive Rauchentwicklung, weil die oberen Scheite vor sich hin schwelen, statt zu brennen.
Die Top-Down-Technik kehrt das Prinzip um:
- Grosse Scheite unten hinlegen, dicht nebeneinander
- Darüber eine Lage kleinerer Scheite, quer dazu
- Ganz oben Anzündholz und Anzünder platzieren
- Von oben anzünden
Die Flamme brennt von oben nach unten. Die Gase, die aus den unteren Scheiten aufsteigen, durchlaufen die Flammenzone und verbrennen dort, statt als Rauch in die Nachbarschaft zu ziehen. Das Ergebnis: bis zu 80 Prozent weniger Rauch in der Anbrennphase.
Feuerstelle auf der Terrasse - Besonderheiten
Eine Feuerstelle auf der Terrasse hat andere Anforderungen als eine mitten im Garten. Der Untergrund ist oft empfindlicher, die Abstände zu Hauswand und Überdachung sind kleiner, und die Nachbarn sind näher.
Was auf einer Terrasse funktioniert:
- Feuertische mit Gas: Kein Funkenflug, kein Rauch, kontrollierbare Flamme. Die beste Wahl für überdachte Terrassen.
- Kleine Feuerschalen (bis 60 cm): Auf nicht brennbarem Untergrund (Stein, Beton) und mit feuerfester Unterlage. Nur im Freien, nicht unter Dach.
- Ethanol-Tischfeuer: Kompakt, rauchfrei, für den Esstisch geeignet.
Was auf einer Terrasse nicht funktioniert:
- Feuerkörbe (zu viel Funkenflug für die Nähe zum Gebäude)
- Grosse offene Feuer jeder Art unter einer Überdachung
- Holzfeuer auf Holzterrassen ohne feuerfeste Unterlage und ausreichende Abstände
Kosten im Überblick - vom Selbstbau bis zum Gartengestalter
Die Preisspanne bei Feuerstellen ist enorm. Von nahezu kostenlos (Erdgrube) bis mehrere tausend Euro (professionell geplanter Feuerplatz mit Sitzbereich) ist alles möglich.
| Variante | Kosten Selbstbau | Kosten mit Fachbetrieb |
|---|---|---|
| Erdgrube / Dakota | 0 - 20 Euro | - |
| Feuerschale (Gusseisen) | ab 30 Euro (Kauf) | - |
| Feuerschale (Cortenstahl) | ab 50 Euro (Kauf) | - |
| Feuerschale (Edelstahl) | ab 65 Euro (Kauf) | - |
| Feuerkorb | ab 25 Euro (Kauf) | - |
| Gemauerte Feuerstelle | 155 - 230 Euro | ab 900 Euro |
| Feuertisch (Gas) | ab 300 Euro (Kauf) | ab 500 Euro (inkl. Anschluss) |
| Feuerplatz mit Sitzbereich | 300 - 600 Euro | 1.500 - 3.500 Euro |
Gartengestalter berechnen in Österreich 30 bis 50 Euro pro Stunde. Für eine gemauerte Feuerstelle inklusive Planung, Material und Sitzbereich sollten Sie mit 1.500 bis 3.500 Euro rechnen - je nach Region und Aufwand.
Materialien für Feuerschalen - Edelstahl, Gusseisen oder Cortenstahl?
Die drei gängigsten Materialien für Feuerschalen unterscheiden sich erheblich in Preis, Optik und Pflegeaufwand.
- Gusseisen: Ab 30 Euro erhältlich. Sehr gute Wärmespeicherung, entwickelt mit der Zeit eine dunkle Patina. Nachteil: schwer (eine 80-cm-Schale wiegt 15 bis 25 kg) und rostanfällig ohne regelmässige Pflege.
- Cortenstahl: Ab 50 Euro. Bildet eine rostbraune Schutzpatina, die den Stahl vor weiterem Durchrosten schützt. Optisch sehr ansprechend, kaum Pflege nötig. Der Rost-Look ist gewollt.
- Edelstahl: Ab 65 Euro. Rostfrei, langlebig, leicht zu reinigen. Die glänzende Oberfläche kann sich bei starker Hitze verfärben (Anlauffarben), was rein kosmetisch ist und die Funktion nicht beeinträchtigt.
Für alle drei Materialien gilt: Die Wandstärke zählt mehr als der Preis. Schalen mit weniger als 2 mm Wandstärke verziehen sich nach wenigen Bränden. Ab 3 mm Wandstärke sind Sie auf der sicheren Seite.
Pflege und Winterlagerung
Eine gut gepflegte Feuerstelle hält Jahrzehnte. Vernachlässigte Modelle zeigen schon nach zwei Wintern Risse, Rost oder bröckelnden Mörtel.
Feuerschalen aus Stahl und Gusseisen
- Monatlich: Mit Leinöl oder Rapsöl dünn einreiben. Das Öl bildet eine Schutzschicht gegen Feuchtigkeit. Kein Motoröl verwenden - die Dämpfe beim nächsten Brand sind gesundheitsschädlich.
- Nach jedem Brand: Asche erst nach 24 bis 48 Stunden entfernen. Glut hält sich erstaunlich lange. Asche in einen Metalleimer mit Deckel füllen, nie in Plastikkübel oder Papiersäcke.
- Winterlagerung: Überdacht lagern oder mit einer passgenauen Abdeckung schützen. Stehendes Wasser in der Schale bei Frost kann den Stahl sprengen.
Cortenstahl-Schalen
Cortenstahl ist das pflegeleichteste Material. Die Schutzpatina bildet sich von selbst und muss nicht behandelt werden. Einzige Einschränkung: In den ersten Wochen nach dem Kauf kann rostbraunes Wasser aus der Schale auf den Untergrund laufen und Flecken hinterlassen. Stellen Sie neue Cortenstahl-Schalen deshalb zunächst auf Kies oder Stein, nicht auf helle Terrassen.
Gemauerte Feuerstellen
- Jährlich: Fugen kontrollieren und bei Bedarf mit Schamottemörtel ausbessern. Risse im Mörtel lassen Feuchtigkeit eindringen, die bei Frost den Stein sprengen kann.
- Im Herbst: Die letzte Asche entfernen und die Feuerstelle mit einer Abdeckung oder Plane vor Herbstregen und Schnee schützen.
- Alle 3 - 5 Jahre: Steine auf Risse und Ausbrüche prüfen. Einzelne Steine lassen sich austauschen, ohne die gesamte Konstruktion abzureissen.
Versicherung und Haftung
Ein Feuer im Garten ist ein Risiko - auch wenn alle Vorschriften eingehalten werden. Funkenflug, umstürzende Schalen oder spielende Kinder können Schäden verursachen, die teuer werden.
Was die Haushaltsversicherung abdeckt:
- Schäden am eigenen Hausrat durch Funkenflug (z.B. Gartenmöbel) - ja, in der Regel
- Schäden an Gebäuden - über die Eigenheimversicherung, sofern kein grob fahrlässiges Verhalten vorliegt
- Schäden bei Dritten (Nachbarn, Gäste) - über die private Haftpflichtversicherung
Grobe Fahrlässigkeit schliesst den Versicherungsschutz aus. Als grob fahrlässig gilt: Feuer unbeaufsichtigt lassen, Sicherheitsabstände massiv unterschreiten oder bei starkem Wind feuern. Dokumentieren Sie im Zweifelsfall die Einhaltung der Sicherheitsabstände mit Fotos.
Gestaltungsideen rund um die Feuerstelle
Eine Feuerstelle wird erst mit dem richtigen Umfeld zum echten Lieblingsplatz im Garten.
Sitzbereich: Ein Halbrund aus Natursteinmauern, 45 cm hoch (Sitzhöhe), bietet Platz für 6 bis 8 Personen und kostet als Selbstbau 200 bis 400 Euro Material. Holzbänke sind die schnellere Alternative, sollten aber mindestens 1,5 Meter von der Feuerstelle entfernt stehen.
Beleuchtung: Eingelassene LED-Bodenspots rund um den Feuerplatz sorgen für Orientierung, wenn das Feuer heruntergebrannt ist. Solar-Erdspiesstrahler sind die kabellose Variante.
Brennholzlager: Ein kleines Holzregal aus Cortenstahl oder gestapelten Betonsteinen in Sichtweite der Feuerstelle spart Wege und sieht dekorativ aus. Das Holz muss trocken lagern - eine überdachte Variante ist Pflicht.
Windschutz: Gabionen, niedrige Mauern oder dichte Hecken im Abstand von mindestens 3 Metern schützen den Feuerplatz vor Wind, ohne den Funkenflug-Abstand zu unterschreiten.
Bodenbelag: Ein Kies- oder Splittbett (150 bis 200 cm Durchmesser) unter und um die Feuerstelle ist pflegeleicht, feuerfest und sieht gepflegt aus. Rindenmulch ist als Bodenbelag in Feuernähe nicht geeignet - er kann sich entzünden.
Feuerstelle und Kinder - was Eltern wissen müssen
Feuer übt auf Kinder eine enorme Faszination aus. Und genau das macht es gefährlich.
Grundregeln für Familien mit Kindern:
- Kinder unter 10 Jahren nie unbeaufsichtigt in der Nähe einer Feuerstelle lassen
- Einen festen Sicherheitsbereich von mindestens 1,5 Metern um die Feuerstelle definieren, den Kinder nicht betreten dürfen
- Funkenschutzgitter auf Feuerschalen verwenden - sie reduzieren den Funkenflug um über 90 Prozent und verhindern, dass Kinder ins Feuer greifen
- Erste-Hilfe-Set mit Brandwundenverband griffbereit halten
- Kinder aktiv einbinden: gemeinsam Holz nachlegen, die Regeln erklären. Verbote ohne Erklärung machen neugieriger, nicht vorsichtiger
Ein Funkenschutzgitter kostet 20 bis 50 Euro und ist die sinnvollste Investition für Familien mit kleinen Kindern.
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich in Österreich eine Genehmigung für eine Feuerstelle im Garten?
In den meisten Fällen brauchen Sie keine Baugenehmigung für eine private Feuerstelle im Garten. Feuerschalen und Grillfeuer mit trockenem, unbehandeltem Holz sind vom Bundesluftreinhaltegesetz explizit ausgenommen. Allerdings haben Gemeinden eigene Regelungen zu Sicherheitsabständen und Brennstoffmengen. Wien etwa beschränkt die Brennstoffmenge auf maximal 0,5 Kubikmeter. Ein Anruf beim zuständigen Gemeindeamt schafft Klarheit.
Welche Steine eignen sich für eine selbstgebaute Feuerstelle?
Am besten geeignet sind Schamottsteine (bis 1.250 Grad Celsius), Klinker (bis 1.300 Grad) und Feuerbeton (bis 2.000 Grad). Für die Umrandung eignen sich Basalt und Porphyr (bis 1.000 Grad). Nicht verwenden sollten Sie Kieselsteine, Kalkstein oder Gasbetonsteine, da diese Feuchtigkeit speichern und bei Hitze platzen oder sogar splittern können.
Wie viel kostet es, eine Feuerstelle selber zu bauen?
Eine gemauerte Feuerstelle aus Schamott- oder Klinkersteinen kostet im Selbstbau rund 155 bis 230 Euro für das Material. Die Arbeitszeit beträgt 3 bis 8 Stunden. Eine Erdgrube ist nahezu kostenlos. Feuerschalen gibt es ab 30 Euro (Gusseisen) bis über 1.000 Euro (Designer-Edelstahl). Wer einen Gartengestalter beauftragt, zahlt inklusive Sitzbereich 1.500 bis 3.500 Euro.
Welchen Abstand muss eine Feuerstelle zu Gebäuden und Nachbarn haben?
Zu nicht brennbaren Gebäuden (Stein, Beton) sind mindestens 5 Meter Abstand empfohlen, zu brennbaren Gebäuden (Holzfassade) mindestens 10 Meter. Zum Nachbargrundstück sollten es ebenfalls 10 Meter sein. Zu Bäumen und Sträuchern mindestens 3 bis 5 Meter, zu öffentlichen Wegen 50 Meter. Diese Richtwerte können durch Gemeindeverordnungen strenger ausfallen.
Welches Holz brennt am besten in einer Feuerschale?
Buche und Esche sind die beste Wahl für Feuerschalen. Beide haben einen hohen Heizwert von rund 4,2 kWh pro Kilogramm, entwickeln wenig Rauch und produzieren kaum Funkenflug. Nadelhölzer wie Kiefer und Fichte sollten Sie vermeiden, da das enthaltene Harz beim Verbrennen platzt und Funken mehrere Meter weit schleudert. Das Holz muss immer trocken und unbehandelt sein.
Darf ich Gartenabfälle in meiner Feuerstelle verbrennen?
Nein. Das Verbrennen von Gartenabfällen, Grünschnitt, Laub und Ästen ist in Österreich durch das Bundesluftreinhaltegesetz verboten. Erlaubt ist ausschliesslich das Verbrennen von trockenem, unbehandeltem Holz oder Holzkohle. Gartenabfälle gehören in die Biotonne, auf den Kompost oder zur Grünschnittsammelstelle der Gemeinde.
Wie entsorge ich die Asche aus der Feuerstelle richtig?
Lassen Sie die Asche mindestens 24 bis 48 Stunden in der Feuerstelle auskühlen - Glut hält sich erstaunlich lange. Füllen Sie die erkaltete Asche in einen Metalleimer mit Deckel, niemals in Plastikkübel oder Papiersäcke. Reine Holzasche (ohne Kohlereste) eignet sich in kleinen Mengen als Kaliumdünger für den Garten. Grössere Mengen oder Asche mit Kohleresten gehören in den Restmüll.
