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Pool einwintern: Anleitung, Frostschutz und Entsorgung des Wassers

Die teuersten Poolschäden entstehen nicht im Sommer, sondern zwischen Dezember und Februar. Gefrierendes Wasser dehnt sich um rund neun Prozent aus, und dieser Druck ist so groß, dass er Skimmergehäuse sprengt, Verrohrungen reißen lässt und bei ungünstiger Konstruktion sogar Beckenwände beschädigt. Ein geplatzter Skimmer kostet mit Ausbau, Folienanschluss und Wiederherstellung der Umrandung schnell 800 bis 2.000 Euro - eine korrekte Einwinterung kostet einen halben Samstag.

Die Arbeit ist nicht kompliziert, aber die Reihenfolge zählt, und zwei verbreitete Annahmen sind falsch: dass ein leeres Becken sicher überwintert, und dass Wintermittel die Wasserpflege im Herbst ersetzt. Beides führt regelmäßig zu Schäden.

Dazu kommt ein Punkt, der fast nie erwähnt wird: Sobald Wintermittel im Becken ist, dürfen Sie das Wasser im Frühjahr nicht mehr im Garten versickern lassen. Es muss in den Kanal. Wer das vorher weiß, plant anders.

Der richtige Zeitpunkt

Eingewintert wird, wenn die Wassertemperatur dauerhaft unter 15 Grad liegt. Oberhalb dieser Schwelle vermehren sich Algen und Mikroorganismen noch merklich - ein Becken, das im September bei 18 Grad geschlossen wird, ist im Frühjahr mit hoher Wahrscheinlichkeit grün.

In den meisten Lagen Österreichs fällt dieser Zeitpunkt in die zweite Oktoberhälfte, in höheren Lagen früher, im pannonischen Osten oft erst Anfang November. Verlassen Sie sich auf das Thermometer im Becken, nicht auf den Kalender und nicht auf die Lufttemperatur: Ein Becken kühlt deutlich träger aus als die Luft darüber.

Zu spät ist ebenso ungünstig wie zu früh. Die Einwinterung braucht ein paar frostfreie Tage, weil Sie Wasser ablassen, Leitungen entleeren und Chemie einarbeiten. Wenn der erste Frost bereits angekündigt ist, wird es hektisch, und genau dann werden Verschlussstopfen vergessen.

Aktiv oder passiv: die Grundsatzentscheidung

Vor dem ersten Handgriff steht die Frage, wie das Becken durch den Winter kommen soll. Es gibt zwei Wege, und sie schließen sich aus.

Bei der passiven Überwinterung wird die Anlage stillgelegt: Wasserstand absenken, Technik entleeren, Leitungen sichern, abdecken, bis zum Frühjahr nichts mehr anfassen. Das ist der Normalfall für Freibecken in Österreich, kostet im Winter nichts an Strom und ist bei korrekter Ausführung sicher.

Bei der aktiven Überwinterung bleibt die Umwälzung in Betrieb, meist gesteuert über einen Frostwächter, der die Pumpe bei Temperaturen um den Gefrierpunkt einschaltet. Bewegtes Wasser gefriert nicht, das Becken bleibt eisfrei. Sinnvoll ist das bei Überdachungen, bei Becken mit hochwertiger Ausstattung wie Gegenstromanlage oder Unterflurabdeckung und dort, wo Leitungen nicht vollständig entleert werden können.

Die aktive Variante hat zwei Nachteile: Sie verbraucht den Winter über Strom, und sie ist auf durchgehende Stromversorgung angewiesen. Fällt der Strom bei minus zehn Grad für einen Tag aus und niemand ist vor Ort, ist der Schaden größer als bei einer korrekt stillgelegten Anlage. Wer ein Wochenendhaus hat, sollte deshalb passiv überwintern.

Die Einwinterung Schritt für Schritt

Schritt 1: Becken gründlich reinigen

Beginnen Sie mit der mechanischen Reinigung: Boden absaugen, Wände abbürsten, Wasserlinie entfetten, Skimmerkorb und Pumpenvorfilter leeren. Alles organische Material, das im Becken bleibt, zehrt über den Winter an der Wasserqualität und ist im Frühjahr die Grundlage für Algen.

Der Aufwand an dieser Stelle bestimmt, wie viel Arbeit die Inbetriebnahme im Frühjahr macht. Ein sauber eingewintertes Becken ist im April in ein bis zwei Tagen wieder betriebsbereit, ein schlampig geschlossenes braucht eine Woche und mehr Chemie.

Schritt 2: Wasserwerte einstellen

Stellen Sie den pH-Wert auf 7,0 bis 7,4 ein und führen Sie eine letzte Desinfektion durch. Der Grund ist einfach: Chemie wirkt nur, wenn der pH-Wert stimmt, und über den Winter verschieben sich die Werte kaum noch, weil kein Badebetrieb stattfindet.

Die Zusammenhänge zwischen pH-Wert, freiem und gebundenem Chlor sind im Beitrag über grünes Poolwasser ausführlich erklärt und gelten für die Einwinterung unverändert.

Schritt 3: Filter rückspülen und reinigen

Spülen Sie den Sandfilter gründlich rück und lassen Sie ihn anschließend klarspülen. Kartuschenfilter werden ausgebaut, gereinigt und trocken gelagert. Ein Filter, der über den Winter mit organischem Material gefüllt steht, riecht im Frühjahr und muss ohnehin gereinigt werden.

Wichtig für die Entsorgung: Das Rückspülwasser ist Abwasser und gehört in den Schmutzwasserkanal, nicht auf die Wiese. Dazu weiter unten mehr.

Schritt 4: Wasserstand absenken

Senken Sie den Wasserspiegel auf etwa 10 bis 20 Zentimeter unter die Unterkante des Skimmers ab. Bei Becken mit Einlaufdüsen im oberen Bereich muss das Wasser auch unter diese Düsen. Damit ist das Wasser aus jenen Bauteilen heraus, die durch Eisdruck am ehesten zerstört werden.

Wie Sie das Wasser ablassen, richtet sich nach dem Chlorgehalt und danach, ob bereits Wintermittel im Becken ist. Lassen Sie deshalb erst ab und geben Sie das Wintermittel danach zu, nicht umgekehrt.

Schritt 5: Technik entleeren und einlagern

Pumpe, Filterkessel, Wärmetauscher und Wärmepumpe werden vollständig entleert. Öffnen Sie alle Ablassschrauben und Entleerungsstopfen und lassen Sie sie offen. Restwasser in einem Pumpengehäuse genügt, um bei Frost das Gehäuse zu sprengen.

Bei Sandfiltern bleibt der Sand im Kessel, das Wasser wird abgelassen und das Mehrwegeventil in Stellung Winter oder zwischen zwei Positionen gebracht, damit die Dichtung entlastet ist. Die Pumpe kann bei zugänglicher Verschraubung ausgebaut und frostfrei eingelagert werden, was ihre Lebensdauer verlängert.

Eine vorhandene Wärmepumpe wird nach Herstellervorgabe entleert und der Wasserkreis abgesperrt. Die entsprechenden Hinweise finden Sie im Vergleich der Poolheizungen.

Schritt 6: Leitungen sichern

Alle Rohrleitungen zwischen Becken und Technik werden entleert, mit Druckluft ausgeblasen oder mit Verschlussstopfen gegen Wassereintritt gesichert. In Skimmer und Einlaufdüsen kommen die dafür vorgesehenen Winterstopfen.

Wenn sich eine Leitung nicht sicher entleeren lässt - etwa weil sie ein Gefälle zum Becken hin hat -, gibt es zwei Möglichkeiten: Frostschutzmittel für Poolleitungen einfüllen oder auf aktive Überwinterung umstellen. Die Leitung einfach voll stehen zu lassen und zu hoffen, ist der häufigste Grund für Schäden im Erdreich, die im Frühjahr aufgegraben werden müssen.

Schritt 7: Eisdruckpolster einlegen

Eisdruckpolster sind teilweise gefüllte Kunststoffkörper, die diagonal im Becken schwimmen. Gefriert die Oberfläche, drückt das Eis sie zusammen statt gegen die Beckenwand - sie nehmen die Volumenzunahme des Eises auf.

Zwei Details entscheiden über die Wirkung. Erstens gehören sie fixiert, üblicherweise mit einer Schnur zwischen zwei gegenüberliegenden Punkten gespannt. Frei treibende Polster wandern an den Rand oder unter die Abdeckung und wirken dort nicht. Zweitens werden sie nur zu etwa zwei Dritteln gefüllt, sonst lassen sie sich nicht zusammendrücken.

Bei rechteckigen Becken werden sie diagonal gespannt, bei größeren Becken mehrere parallel. Bei Rundbecken genügt in der Regel eine Kette entlang des Durchmessers.

Schritt 8: Abdecken

Zuletzt kommt die Winterabdeckung. Sie hält Laub und Schmutz draußen und schützt die Folie vor UV-Licht. Achten Sie darauf, dass Regen- und Schmelzwasser abfließen kann: Eine vollständig dichte Plane sammelt Wasser in der Mitte, und einige hundert Liter reißen Ösen aus oder ziehen die Plane ins Becken.

Solarfolien sind für den Winter ungeeignet. Sie tragen keine Schnee- und Eislast und werden beschädigt, wenn sie in einer Eisdecke festfrieren.

Warum das Becken nicht leer überwintert

Der Gedanke liegt nahe: kein Wasser, kein Eisdruck. In der Praxis ist ein leeres Becken über den Winter die riskantere Variante, und zwar aus drei Gründen.

Erstens der Auftrieb. Steigt der Grundwasserspiegel oder sammelt sich nach starken Niederschlägen Wasser im Erdreich rund um das Becken, wirkt auf die leere Wanne ein erheblicher Auftrieb. Bei Fertigbecken aus Kunststoff kann das dazu führen, dass die Wanne angehoben wird oder sich verformt. Das Gewicht des Wassers im Becken hält dagegen.

Zweitens der Erddruck von außen. Die Beckenwände sind für einen Zustand berechnet, in dem der Erddruck von außen und der Wasserdruck von innen einander weitgehend ausgleichen. Fällt der Wasserdruck weg, wirkt der Erddruck allein, besonders bei bindigen, wassergesättigten Böden im Winter.

Drittens die Folie. Eine Schwimmbadfolie ist auf den dauernden Kontakt mit Wasser ausgelegt. Trocken und unter Frost wird sie spröde, schrumpft und verliert an Elastizität. Sie lässt sich im Frühjahr oft nicht mehr faltenfrei einpassen.

Die Regel lautet deshalb: Wasser bis knapp unter die Einbauteile absenken, nie vollständig entleeren. Eine Ausnahme gilt nur für Aufstellbecken, die nach Herstellervorgabe abgebaut und eingelagert werden.

Wintermittel: was es kann und was nicht

Wintermittel sind flüssige Kombinationsprodukte, die Algenwachstum und Kalkausfällung bei niedrigen Temperaturen bremsen. Sie werden nach dem Absenken des Wasserstands zugegeben, üblicherweise in einer Dosierung um 0,5 bis 1 Liter je 10 Kubikmeter Wasser - die Herstellerangabe ist maßgeblich.

Was Wintermittel nicht können: eine unterlassene Reinigung ausgleichen, verschobene pH-Werte korrigieren oder ein Becken retten, das bei 18 Grad geschlossen wurde. Sie wirken als Ergänzung zu einer korrekten Einwinterung, nicht als Ersatz für sie.

Und sie haben eine Nebenwirkung, die man kennen muss: Sobald Wintermittel im Becken ist, ist das Wasser als Abwasser einzustufen und darf nicht mehr im Garten versickert werden. Wer sein Beckenwasser im Frühjahr auf der Wiese loswerden will, verzichtet besser auf Wintermittel und setzt stattdessen auf eine besonders gründliche Reinigung im Herbst und eine dichte Abdeckung.

Rückspül- und Beckenwasser richtig entsorgen

Dieser Teil wird fast durchgehend ignoriert, ist aber klar geregelt. Grundlage ist das ÖWAV-Merkblatt "Private Hallen- und Freischwimmbecken" des Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverbands, auf das sich die Länder in ihren Informationen stützen - etwa das Land Oberösterreich in seinen Hinweisen dazu, wie Schwimmbadabwässer richtig entsorgt werden, das Land Salzburg in seinem Merkblatt zu Schwimmbadabwässern oder das Land Niederösterreich in seinen Hinweisen zur Ableitung von Spül-, Reinigungs- und Beckenwasser. Rechtsgrundlage sind unter anderem § 32 und § 32a Wasserrechtsgesetz, die Grundwasserschutzverordnung und die Kanalisationsgesetze der Länder.

Spül- und Reinigungswässer, also insbesondere das Wasser aus der Filterrückspülung, gelten als haushaltsähnliche Abwässer und sind in den Misch- oder Schmutzwasserkanal abzuleiten. Sie enthalten das aufkonzentrierte Material aus dem Filter und gehören nicht auf die Wiese. Wer eine eigene Kleinkläranlage betreibt, muss laut Merkblatt vorab zwingend beim Hersteller Rücksprache halten, weil die Chemikalien die bescheidkonforme Reinigungsleistung beeinträchtigen können.

Für das Beckenwasser selbst gilt eine Wartezeit: Nach dem letzten Zusatz von Desinfektions- und Entkeimungsmitteln muss in der Regel mindestens 48 Stunden zugewartet werden, bis ein Aktivchlorgehalt von 0,05 Milligramm je Liter unterschritten wird. Vor dem Abpumpen ist die Einhaltung dieses Grenzwerts zu kontrollieren, etwa mit einem handelsüblichen DPD-Colorimeter. Erst dann sind außerhalb von Grundwasserschutz- und Schongebieten bewilligungsfrei möglich:

  • Flächige Versickerung auf eigenem Grund über eine geschlossene Grünvegetation wie Wiese oder Rasen, sofern die Fläche groß genug und ausreichend sickerfähig ist
  • Einleitung in ein Gewässer ohne Errichtung von Einbauten, ohne Temperaturerhöhung und ohne mehr als zehnprozentige Erhöhung der Wasserführung - schwallartige Einleitungen sind zu vermeiden
  • Einleitung in eine Regenwasserkanalisation

Zwei Einschränkungen sind dabei zentral. Erstens dürfen Beckenwässer, die Überwinterungszusätze oder biozide Chemikalien wie Algizide enthalten, grundsätzlich nicht versickert oder in ein Gewässer abgeleitet werden. Das Land Oberösterreich nennt zusätzlich Algizide auf Kupfer- und Silberbasis sowie einen Salzgehalt über 300 Gramm je Kubikmeter, was bei Salzelektrolyse regelmäßig erreicht wird; solche Wässer gehören nach Abstimmung mit dem Kanalbetreiber in den öffentlichen Kanal.

Zweitens darf die Versickerung fremde Rechte nicht verletzen - Nachbargrundstücke dürfen also nicht vernässt werden. Im Zweifel ist vor dem Ablassen die Gemeinde oder die Wasserrechtsbehörde zu kontaktieren. Nicht zulässig sind in jedem Fall die direkte Einbringung in den Untergrund ohne Bodenpassage, etwa über eine Schachtversickerung, sowie die Einleitung in ein Gewässer über dauerhafte Verrohrungen; beides bedarf einer wasserrechtlichen Bewilligung nach § 32 WRG.

Ein letzter Punkt, der beim Ausräumen des Technikraums im Herbst aktuell wird: Reste von Schwimmbadchemikalien dürfen unter keinen Umständen in den Kanal oder sonst in die Umwelt entsorgt werden, auch nicht verdünnt. Sie sind Problemabfall und gehören zur Sammelstelle der Gemeinde.

Aufstellbecken und Frame-Pools

Für Becken, die nicht im Boden sitzen, gelten andere Regeln, und die Entscheidung fällt zwischen Abbauen und Stehenlassen. Sie hängt an der Bauart, nicht am Aufwand.

Abgebaut werden alle aufblasbaren Becken und einfachen Frame-Pools mit dünnwandiger Folie. Sie sind nicht dafür ausgelegt, Eisdruck und Frost standzuhalten, und die Folie wird bei Minusgraden spröde. Der Ablauf: vollständig entleeren unter Beachtung der Entsorgungsregeln, Becken und Zubehör gründlich reinigen, restlos trocknen lassen - das ist der entscheidende Schritt, feucht eingelagerte Folien schimmeln -, dann locker gefaltet und frostfrei lagern. Nicht in scharfen Knicken falten und keine schweren Gegenstände darauflegen, weil das Material an den Falzen bricht.

Stehen bleiben können hochwertige Stahlwandbecken, die auch im eingebauten Zustand überwintern. Für sie gilt dieselbe Vorgehensweise wie für eingelassene Becken: Wasserstand unter die Einbauteile absenken, aber nicht leeren, Technik entleeren, Eisdruckpolster einlegen, abdecken. Ein vollständig entleertes Stahlwandbecken ist im Winter gefährdet, weil die Stahlwand ihre Form über den Wasserdruck von innen hält und bei Schnee- oder Windlast einknicken kann.

Bei Stahlwandbecken lohnt im Herbst zusätzlich der Blick auf die Wandunterkante und den Handlauf. Rostansätze, die im Sommer harmlos aussehen, arbeiten sich über den feuchten Winter weiter, und die Reparatur ist im Frühjahr aufwendiger als die Vorsorge im Oktober.

Kontrolle über den Winter

Ein eingewintertes Becken ist nicht vergessen. Zwei bis drei Kontrollgänge zwischen November und März genügen, und sie dauern jeweils fünf Minuten:

  • Abdeckung prüfen: Liegt sie noch straff, hat sich Wasser oder Schnee angesammelt, sind Ösen ausgerissen?
  • Wasserstand kontrollieren: Steigt er durch Niederschlag über die Skimmerunterkante, muss abgepumpt werden.
  • Eisdruckpolster ansehen: Sitzen sie noch in Position oder sind sie an den Rand gewandert?
  • Nach Sturm nachsehen: Aufgelegte Äste oder abgerissene Abdeckungen sind der häufigste Winterschaden.

Schnee auf der Abdeckung muss nicht entfernt werden, solange die Konstruktion ihn trägt - eine geschlossene Schneedecke wirkt sogar dämmend. Kritisch wird es bei nassem Schnee auf großen Flächen und bei Planen ohne ausreichende Spannung.

Was Frostschäden kosten

Die Größenordnungen erklären, warum sich die Sorgfalt lohnt. Ein gerissener Skimmer muss ausgebaut werden, dazu wird die Folie im Anschlussbereich geöffnet und die Umrandung teilweise aufgenommen; mit Material und Arbeit sind 800 bis 2.000 Euro realistisch. Eine geplatzte Verrohrung im Erdreich verlangt Aushub und liegt je nach Lage und Länge bei 1.000 bis 3.000 Euro.

Ein gesprengtes Pumpengehäuse bedeutet in der Regel eine neue Pumpe mit 300 bis 900 Euro. Eine über den Winter trocken und spröde gewordene Folie ist der teuerste Fall: Eine neue Auskleidung für ein Becken von 8 mal 4 Metern liegt inklusive Montage bei 3.000 bis 6.000 Euro.

Dem gegenüber stehen die Kosten einer ordentlichen Einwinterung: Wintermittel, Winterstopfen, Eisdruckpolster und gegebenenfalls eine Winterplane summieren sich auf 150 bis 500 Euro im ersten Jahr, danach deutlich weniger, weil Stopfen und Polster mehrere Saisonen halten.

Häufig gestellte Fragen zum Einwintern des Pools

Wann sollte man den Pool einwintern?

Sobald die Wassertemperatur dauerhaft unter 15 Grad liegt. Darüber vermehren sich Algen und Mikroorganismen noch merklich, ein zu früh geschlossenes Becken ist im Frühjahr meist grün. In den meisten Lagen Österreichs ist das die zweite Oktoberhälfte. Wählen Sie ein paar frostfreie Tage, weil Sie Wasser ablassen und Leitungen entleeren müssen.

Wie weit muss der Wasserstand abgesenkt werden?

Auf etwa 10 bis 20 Zentimeter unter die Unterkante des Skimmers, bei hoch liegenden Einlaufdüsen auch unter diese. Damit ist das Wasser aus den Bauteilen heraus, die Eisdruck am wenigsten verträgt. Vollständig entleert wird das Becken nicht.

Warum darf der Pool im Winter nicht leer stehen?

Aus drei Gründen: Ein leeres Becken kann bei hohem Grundwasserstand aufschwimmen oder sich verformen, der Erddruck von außen wirkt ohne den Gegendruck des Wassers allein auf die Wände, und die Folie wird trocken und unter Frost spröde und schrumpft. Ausnahme sind Aufstellbecken, die nach Herstellervorgabe abgebaut und eingelagert werden.

Wozu dienen Eisdruckpolster und wie werden sie eingesetzt?

Sie nehmen die Volumenzunahme des gefrierenden Wassers auf, damit der Druck nicht auf die Beckenwand wirkt. Wichtig sind zwei Details: Sie werden nur zu etwa zwei Dritteln gefüllt, damit sie sich zusammendrücken lassen, und sie werden mit einer Schnur diagonal im Becken fixiert. Frei treibende Polster wandern an den Rand und wirken dort nicht.

Darf man Poolwasser einfach in den Garten ablassen?

Nur unter Bedingungen. Nach der letzten Desinfektion vergehen in der Regel mindestens 48 Stunden, bis der Gehalt an aktivem Chlor unter 0,05 Milligramm je Liter liegt; dieser Wert ist vorher zu messen. Dann ist die flächige Versickerung über Rasen am eigenen Grundstück zulässig. Enthält das Wasser Wintermittel, Algizide auf Kupfer- oder Silberbasis oder mehr als 300 Gramm Salz je Kubikmeter, muss es in den Kanal.

Wohin mit dem Wasser aus der Filterrückspülung?

Spül- und Reinigungswässer sind in den Schmutz- oder Mischwasserkanal mit nachfolgender Kläranlage abzuleiten. Sie enthalten das aufkonzentrierte Material aus dem Filter und gehören nicht auf die Wiese und nicht in den Regenwasserkanal. Wer eine eigene Kleinkläranlage hat, sollte vorab beim Hersteller nachfragen.

Ist aktive Überwinterung besser als passive?

Nicht grundsätzlich. Aktive Überwinterung mit laufender Umwälzung und Frostwächter ist sinnvoll bei Überdachungen, hochwertiger Ausstattung und Leitungen, die sich nicht vollständig entleeren lassen. Sie kostet aber Strom und ist auf durchgehende Stromversorgung angewiesen. Für Wochenendhäuser und alle Fälle ohne regelmäßige Anwesenheit ist die passive Stilllegung die sichere Wahl.