Hinter einer Innendämmung sinkt die Außenwand im Winter fast auf Außentemperatur ab. Dieser eine Umstand erklärt beides: warum innengedämmte Räume schnell warm werden und warum diese Bauweise deutlich anspruchsvoller ist als jede Dämmung von außen. Die tragende Wand liegt anschließend auf der kalten Seite - mit allem, was daraus folgt für Tauwasser, Frost und die Balkenköpfe einer alten Holzdecke.
Der Vergleich fällt deshalb klar aus: Eine Außendämmung hat das größere Einsparpotenzial, weniger Wärmebrücken und ein geringeres Schadensrisiko. Das Energieinstitut Vorarlberg formuliert es in seinem Leitfaden zur Innendämmung so, dass die Frage nach der besseren Lösung gar nicht sinnvoll sei - die Innendämmung ist der Ersatz für den Fall, dass außen nicht gedämmt werden kann.
Genau dieser Fall ist in Österreich häufig: denkmalgeschützte Fassaden, Sichtmauerwerk, geschindelte Fassaden, Häuser direkt an der Grundgrenze. Dann ist die Innendämmung nicht die zweitbeste Wahl, sondern die einzige.
Wann eine Innendämmung die richtige Entscheidung ist
Vier Ausgangslagen sprechen für das Dämmen von innen:
Die Fassade muss bleiben. Bei denkmalgeschützten Gebäuden, Natursteinfassaden oder Sichtmauerwerk verbietet sich eine Außendämmung schlicht. Auch eine erhaltenswerte Gliederung mit Faschen, Gesimsen und Fensterläden überlebt ein Wärmedämmverbundsystem selten unbeschadet.
Der Raum wird nur zeitweise genutzt. Hobbyraum, Veranstaltungsraum, Kirche, selten genutztes Gästezimmer: Weil die massive Wand hinter der Dämmung nicht mitgeheizt werden muss, ist der Raum wesentlich schneller warm. Bei sporadischer Nutzung schlägt dieser Effekt die bessere Jahresbilanz einer Außendämmung.
Es wird schrittweise saniert. Eine Innendämmung lässt sich Wohnung für Wohnung ausführen, ohne Gerüst und ohne Beschluss einer Eigentümergemeinschaft. Bei einem Mieterwechsel ist die Maßnahme in wenigen Tagen erledigt.
Zur Nachbargrenze fehlt der Platz. Bei geschlossener Bauweise oder einem Gebäude direkt an der Bauplatzgrenze gibt es außen keine Zentimeter zu vergeben.
Umgekehrt gilt: Bei einer umfassenden Sanierung eines dauerhaft bewohnten Hauses mit wiederherstellbarer Fassade führt an der Dämmung von außen kein vernünftiger Weg vorbei. Wie diese aufgebaut ist, steht im Beitrag zum Wärmedämmverbundsystem.
Was die OIB-Richtlinie 6 vorgibt - und warum das bei Innendämmung eng wird
Die OIB-Richtlinie 6 in der Ausgabe Mai 2023 legt die höchstzulässigen U-Werte fest. Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter und Grad Temperaturunterschied durch ein Bauteil verloren geht - je kleiner, desto besser, wie das Factsheet von klimaaktiv im Detail erklärt. Für den Neubau gelten unter anderem diese Werte:
| Bauteil | U-Wert [W/m²K] |
|---|---|
| Wände gegen Außenluft | 0,35 |
| Wände gegen unbeheizte oder nicht ausgebaute Dachräume | 0,35 |
| Wände gegen unbeheizte, frostfrei gehaltene Gebäudeteile und Garagen | 0,60 |
| Wände erdberührt | 0,40 |
| Wände gegen Bauwerke an der Nachbargrundstücksgrenze | 0,50 |
| Decken und Dachschrägen gegen Außenluft und gegen Dachräume | 0,20 |
| Decken gegen unbeheizte Gebäudeteile | 0,40 |
Für eine Einzelmaßnahme - und das ist eine nachträgliche Innendämmung fast immer - gilt Punkt 4.5 der Richtlinie. Er lässt zwei Wege zu. Entweder wird vorab ein Sanierungskonzept erstellt, dessen Ziel die Anforderungen an eine größere Renovierung sind und dem die Einzelmaßnahme nicht widersprechen darf. Oder das Konzept entfällt, dann müssen die Neubauwerte um mindestens 24 Prozent unterschritten werden. Für die Außenwand heißt das 0,27 statt 0,35 W/(m²K).
Diese 0,27 sind der Punkt, an dem die Innendämmung mit sich selbst in Konflikt gerät. Eine typische Vollziegelwand mit 38 Zentimetern und beidseitigem Putz liegt bei rund 1,4 W/(m²K). Was verschiedene Dämmstärken daraus machen, zeigt die Rechnung mit einer Mineraldämmplatte mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,045 W/(mK):
| Dämmstärke | U-Wert nachher | Verbesserung |
|---|---|---|
| ohne Dämmung | ca. 1,40 | - |
| 6 cm | ca. 0,49 | 65 % |
| 8 cm | ca. 0,40 | 71 % |
| 10 cm | ca. 0,34 | 76 % |
| 14 cm | ca. 0,27 | 81 % |
Der Anforderungswert von 0,27 wird rechnerisch also erst bei rund 14 Zentimetern erreicht - und damit in einem Bereich, den die Bauphysik der Innendämmung nicht mehr empfiehlt. Bei kapillaraktiven Platten mit einer Leitfähigkeit von 0,07 W/(mK) wären es über 20 Zentimeter. Der Weg über das Sanierungskonzept nach Punkt 4.5 a) ist bei innengedämmten Altbauten daher meist der praktikablere, und er ist der Grund, warum die Planung hier vor die Materialwahl gehört.
Unabhängig davon verlangt Punkt 4.8 der Richtlinie, dass schadensbildende Kondensation an der Bauteiloberfläche und im Inneren des Bauteils sowie das Risiko der Schimmelbildung vermieden werden. Das ist keine Empfehlung, sondern die eigentliche Hürde jeder Innendämmung.
Die vier Systemfamilien
Innendämmsysteme unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Wasserdampf sie durchlassen. Maßgeblich ist der sd-Wert, die wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke in Metern.
| System | sd-Wert | Kennzeichen |
|---|---|---|
| diffusionsoffen | unter 0,5 m | Platten direkt vollflächig verklebt, keine Dampfbremse, hohe Feuchtepufferung |
| diffusionshemmend | 0,5 bis 1.500 m | Dämmung plus Dampfbremse, meist mit Unterkonstruktion |
| diffusionsdicht | über 1.500 m | selten, nur mit intaktem Schlagregenschutz vertretbar |
| feuchteadaptiv | variabel | Dampfbremse mit über 10 m bei 40 % Luftfeuchte, unter 1 m ab etwa 75 % |
Die feuchteadaptive Bahn nutzt einen Kunstgriff: Im trockenen Winter bremst sie den Dampf, im feuchtwarmen Sommer öffnet sie sich und lässt die Konstruktion nach innen austrocknen. Damit das funktioniert, müssen Deckschicht und Anstrich diffusionsoffen sein. OSB- und Mehrschichtplatten sind dafür ungeeignet, Gipskarton ohne Dampfbremse oder Holzwolle-Leichtbauplatten eignen sich.
Die vierte Familie arbeitet ohne Dampfbremse: kapillaraktive Dämmstoffe leiten Feuchtigkeit entgegen dem Diffusionsstrom zurück in den Raum. An der Grenzschicht zwischen Dämmung und Klebemörtel darf dabei durchaus Tauwasser anfallen - es wird über die Kapillaren weggeleitet und trocknet nach innen ab. Calciumsilikat ist der bekannteste Vertreter; das Material ist mit einem pH-Wert über 12 stark alkalisch und hemmt damit Schimmel schon chemisch. Dieser Effekt lässt allerdings über die Jahre nach, sobald sich Staub auf der Oberfläche sammelt. Voraussetzung ist ein Klebemörtel mit hohem Diffusionswiderstand und geringer Wasserleitfähigkeit, vollflächig aufgetragen. Was Dampfbremsen von Dampfsperren unterscheidet und welche Verarbeitungsfehler typisch sind, steht im Beitrag zu Dampfbremse und Dampfsperre.
Dämmstoffe: Leitfähigkeit und Diffusionswiderstand
| Dämmstoff | Wärmeleitfähigkeit λ [W/mK] | Diffusionswiderstandszahl µ |
|---|---|---|
| Glaswolle | 0,040 | 1 - 2 |
| Steinwolle | 0,045 | 1 - 2 |
| Schafwolle | 0,050 | 1 - 2 |
| Zelluloseflocken | 0,045 | 1 - 2 |
| Mineraldämmplatte | 0,045 | 3 |
| Holzfaserplatte | 0,055 | 5 - 10 |
| Korkdämmplatte | 0,060 | 5 - 20 |
| Calciumsilikatplatte | 0,070 | 5 - 20 |
| Polystyrol (EPS) | 0,040 | 20 - 100 |
| Polyurethan (PUR) | 0,035 | 30 - 100 |
| Schaumglas | 0,060 | dampfdicht |
Der Diffusionswiderstand entscheidet mit über die Systemwahl. Diffusionsoffene Materialien wie Mineralfaser oder Schafwolle brauchen zwingend eine Dampfbremse, mindestens eine feuchteadaptive. Bei dichteren Platten aus Polystyrol oder Polyurethan ab vier Zentimeter Stärke ist ebenfalls eine Dampfbremse einzubauen oder zumindest jede Plattenfuge abzudichten. Einen breiteren Überblick über die Materialien gibt der Beitrag zu den Dämmmaterialien.
Warum mehr als zehn Zentimeter selten sinnvoll sind
Die ersten Zentimeter einer Dämmschicht wirken am stärksten, danach flacht der Zugewinn deutlich ab - der Schritt von 6 auf 8 Zentimeter bringt noch 6 Prozentpunkte, der von 8 auf 10 nur noch 5. Gleichzeitig steigt mit jedem Zentimeter das Risiko: Je besser gedämmt wird, desto kälter bleibt die Altwand, desto wahrscheinlicher werden Kondensat, gefrierende Leitungen und Frostschäden im Mauerwerk. Dazu kommt, dass Wärmebrücken an einbindenden Wänden und Decken den rechnerischen Gewinn ohnehin schmälern.
Der sinnvolle Bereich liegt deshalb zwischen vier und zehn Zentimetern. Wer mehr will, muss den Aufwand mitplanen: Leitungen umverlegen, Wärmebrücken gesondert dämmen, Anschlüsse rechnerisch nachweisen.
Die Details, an denen Innendämmungen scheitern
Einbindende Bauteile. Jede Innenwand und jede Geschossdecke, die in die Außenwand einbindet, leitet Wärme nach außen ab und kühlt im Anschlussbereich aus. Ergibt die Berechnung an einer solchen Stelle eine Oberflächentemperatur unter 12,6 Grad, ist Schimmel wahrscheinlich, und es braucht eine Maßnahme: einen Dämmkeil, der etwa einen halben Meter weit in den Raum läuft, ein rundes Formteil, Dämmputz an der Kante oder eine versteckte Dämmebene. Bei denkmalgeschützten Bauten wird stattdessen manchmal das Bauteil selbst temperiert.
Fensterlaibungen. Werden Laibung und Sturz nicht mitgedämmt, ist die Schimmelbildung an dieser Stelle nach dem Einbau der Innendämmung sehr wahrscheinlich - dort ist die Oberflächentemperatur ohnehin am niedrigsten. Zwei bis drei Zentimeter Laibungsdämmung genügen meist, sie kosten aber Lichte.
Balkenköpfe. In Häusern mit Holzbalkendecken liegen die Auflager nach der Dämmung im kalten Wandbereich. Wärmetechnisch ist das kein großes Problem, feuchtetechnisch das größte: Das Holz reicht tief ins Mauerwerk, ist stark saugfähig und trocknet nach dem Dämmen schlechter ab. Ohne intakten Schlagregenschutz und ohne luft- und dampfdichten Anschluss rund um den Balken kann die Feuchte im Hohlraum um den Balkenkopf so weit steigen, dass Holzfäule entsteht - im Extremfall bis zum Versagen der Deckenkonstruktion. Weil der Schaden hinter der Verkleidung entsteht, wird er oft erst nach Jahren entdeckt.
Wasserführende Leitungen. Alles, was in der Altwand liegt und Wasser führt, liegt nach der Dämmung im Frostbereich. Die Wandtemperatur hinter der Dämmung kann im Winter deutlich unter null sinken. Solche Leitungen gehören vor der Maßnahme umverlegt.
Hinterströmung. Der häufigste Ausführungsfehler: Die Platten werden nicht vollflächig verklebt, es bleiben Hohlräume. Warme Raumluft strömt durch Steckdosen, Fugen und Ritzen dahinter, kondensiert an der kalten Wand und tritt trocken wieder aus. Auf diesem Weg gelangt weit mehr Feuchtigkeit in die Konstruktion als durch Diffusion. Dagegen hilft nur eine durchgehende Luftdichtheitsebene, die nicht mit der Dampfbremse verwechselt werden darf - beide können zusammenfallen, haben aber verschiedene Aufgaben. Eine raumseitige Installationsebene, in der Dosen und Leitungen liegen, schützt diese Ebene dauerhaft vor Beschädigung.
Schlagregenschutz: die Bedingung vor allem anderen
Ohne Innendämmung trocknet eine Außenwand nach beiden Seiten ab. Mit Innendämmung bleibt sie kalt, und je dichter das System, desto weniger kann sie nach innen abtrocknen. Dringt gleichzeitig Schlagregen ein, steigt der Feuchtegehalt der Wand von Jahr zu Jahr - das sogenannte Aufschaukeln. Deshalb steht vor jeder Systemwahl die Frage nach dem Zustand der Fassade: Dachüberstand, intakter Außenputz, Verkleidung, notfalls eine Hydrophobierung. Ein Haus mit schadhaftem Putz auf der Wetterseite ist kein Kandidat für eine diffusionsdichte Innendämmung. Bei bereits feuchtem Mauerwerk gehört die Ursache vorher geklärt, siehe dazu den Beitrag zu feuchten Wänden und Mauertrockenlegung.
Was eine Innendämmung kostet
Die Spannen sind groß, weil der Untergrund den Aufwand bestimmt. Als Orientierung für fachgerecht ausgeführte Systeme inklusive Material und Arbeit, Stand 2026:
| Position | Richtwert pro m² Wandfläche |
|---|---|
| Untergrund vorbereiten, alten Putz abschlagen, Ausgleichsputz | 25 - 45 EUR |
| Mineraldämmplatte, geklebt und verputzt | 60 - 110 EUR |
| Calciumsilikatplatte, geklebt und verputzt | 70 - 130 EUR |
| Holzfaserplatte mit Lehmputzsystem | 130 - 190 EUR |
| Ständerkonstruktion mit Mineralwolle und Dampfbremse | 80 - 140 EUR |
| Zuschlag für Laibungen und Flankendämmung | 10 - 20 % |
Dazu kommt der Posten, den man nicht sieht: die bauphysikalische Beurteilung. Eine hygrothermische Simulation des Wandaufbaus kostet je nach Aufwand einige hundert Euro und ist die günstigste Position im ganzen Projekt, gemessen an dem, was ein Feuchteschaden hinter der Verkleidung kostet.
Nicht zu vergessen ist der Flächenverlust. Acht Zentimeter Dämmung plus Deckschicht auf drei Außenwandseiten eines 20-Quadratmeter-Raums kosten rund einen halben Quadratmeter Wohnfläche.
Förderung
Die Bundesmittel der Sanierungsoffensive für 2026 sind ausgeschöpft, neue Registrierungen sind nicht möglich; der Sanierungsbonus ist bereits seit 2. Februar 2026 für Neuanträge geschlossen. Den aktuellen Stand führt die Seite Sanierungsoffensive auf oesterreich.gv.at.
Bleiben zwei Wege. Erstens die Landesförderungen, die sich stark unterscheiden - Wien bezuschusst thermische Sanierungen, in Salzburg und der Steiermark gibt es derzeit keinen Landeszuschuss für Dämmung und Fenster, Burgenland, Niederösterreich und Vorarlberg fördern über Kreditmodelle statt über Einmalzuschüsse. Zweitens die Öko-Sonderausgabenpauschale, mit der thermisch-energetische Sanierungen über fünf Jahre steuerlich abgesetzt werden können. Welche Programme sonst noch greifen, ist im Beitrag zu den Sanierungsförderungen in Österreich zusammengestellt.
Häufig gestellte Fragen zur Innendämmung
Wie dick sollte eine Innendämmung sein?
Zwischen vier und zehn Zentimetern. Die ersten Zentimeter bringen den größten Effekt, ab etwa zehn Zentimetern steigt die Dämmwirkung nur noch langsam, das Schadensrisiko dagegen weiter: Die Altwand bleibt kälter, Kondensat und Frostschäden werden wahrscheinlicher. Stärkere Aufbauten sind möglich, verlangen aber das Umverlegen von Leitungen und eine gesonderte Behandlung der Wärmebrücken.
Braucht eine Innendämmung immer eine Dampfbremse?
Nein. Kapillaraktive Systeme aus Calciumsilikat oder aufgespritzter Zellulose kommen ohne aus, weil sie Feuchtigkeit zur Raumseite zurückleiten. Diffusionsoffene Dämmstoffe wie Mineralwolle oder Schafwolle brauchen dagegen zwingend eine Dampfbremse, mindestens eine feuchteadaptive. Bei Polystyrol oder Polyurethan ab vier Zentimeter Stärke ist ebenfalls eine Dampfbremse nötig oder zumindest jede Plattenfuge abzudichten.
Welchen U-Wert muss eine Innendämmung in Österreich erreichen?
Die OIB-Richtlinie 6 nennt für Wände gegen Außenluft im Neubau 0,35 W/(m²K). Bei einer Einzelmaßnahme ohne vorheriges Sanierungskonzept ist dieser Wert um mindestens 24 Prozent zu unterschreiten, also auf 0,27 W/(m²K). Rechnerisch braucht das bei einer Vollziegelwand rund 14 Zentimeter Dämmung - mehr, als bauphysikalisch empfohlen wird. Deshalb führt der Weg bei Altbauten meist über ein Sanierungskonzept nach Punkt 4.5 a) der Richtlinie.
Warum entsteht bei Innendämmung Schimmel?
Meist nicht durch Dampfdiffusion, sondern durch Hinterströmung. Sind die Platten nicht vollflächig verklebt, gelangt warme Raumluft durch Fugen und Steckdosen hinter die Dämmung und kondensiert an der kalten Wand. Die zweite Ursache sind ungedämmte Anschlüsse: Fällt die Oberflächentemperatur an einer einbindenden Innenwand, einer Decke oder einer Fensterlaibung unter 12,6 Grad, ist Schimmel wahrscheinlich.
Was kostet eine Innendämmung pro Quadratmeter?
Je nach System und Untergrund 60 bis 190 Euro pro Quadratmeter Wandfläche inklusive Arbeit. Geklebte Mineraldämmplatten liegen am unteren Ende, Holzfaserplatten mit Lehmputz am oberen. Dazu kommen 25 bis 45 Euro pro Quadratmeter, wenn der Untergrund vorbereitet werden muss, sowie ein Zuschlag von 10 bis 20 Prozent für Laibungen und Flankendämmung.
Kann man eine Innendämmung selbst anbringen?
Die Montage einer geklebten Platte ist handwerklich machbar, die Planung ist es nicht. Über den Erfolg entscheiden Systemwahl, Dämmstärke und die Detaillösungen an Laibungen, einbindenden Decken und Balkenköpfen - alles Punkte, die eine rechnerische Beurteilung des konkreten Wandaufbaus voraussetzen. Wer selbst ausführt, sollte die Planung dennoch aus der Hand geben.
Was passiert mit Holzbalkendecken bei einer Innendämmung?
Ihre Auflager liegen danach im kalten Wandbereich. Weil das Holz tief ins Mauerwerk reicht, stark saugfähig ist und nach der Dämmung schlechter abtrocknet, steigt das Risiko von Holzfäule im Hohlraum um den Balkenkopf. Voraussetzung für eine schadensfreie Ausführung sind ein intakter Schlagregenschutz und ein luft- und dampfdichter Anschluss rund um jeden Balken. Bei unklarem Zustand der Auflager gehört die Decke vorher geöffnet und begutachtet.
